Arbeitswerkzeuge

Was für Equipment braucht man als Designer oder Illustrator?

Gut, also grundsätzlich hat wohl jeder x-beliebige Haushalt die wichtigste Komponente … Einen Computer nämlich. Wer dazu noch die nötige Software besitzt, kann auch schon anfangen seine ersten Schritte in der digitalen Welt zu machen.
Die Frage die man sich jedoch stellen sollte, ist nicht was man als Designer braucht, sondern womit man sich seine Arbeit erleichtern bzw. Den Workflow verbessern kann.

PC oder Mac?

desktop-pcIch persönlich bin ein PC-Nutzer, was aber eigentlich daran liegt, das ich seit Jahren Software, Spiele und sämtliche Nutzungen auf selbigen ausgelegt habe und mir die Anschaffung und der Umstieg auf einen Mac kostspielig und zeitaufwändig vorkommt. Hier sollte man auf jeden Fall auf einen ausreichend grossen Arbeitsspeicher achten, damit Photoshop und Co. Ausreichend Auslagerungsmöglichkeit hat. Ansonsten ist ein vernünftiger Monitor nötig, man sollte dabei einen breit gefächerten Betrachtungswinkel und Kontrast haben, da die Monitore heute alle recht gute Ergebnisse haben, verweise ich einfach mal auf die Samsung Syncmaster Geräte, welche recht günstig und trotzdem gut sind.

apple-imac-27-g1Aus Erfahrung bin ich auf jedenfalls vom Workflow einem Mac eher zu getan. Die hohen Anschaffungskosten und die Umgewöhnung spielen dabei eine nebensächliche Rolle. Denn wenn man durch einen optimierten Workflow Zeit sparrt, hat man mehr Zeit für neue Aufträge. Wer aber mit dem Gedanken spielt sich einen Mac anzuschaffen, sollte meiner Meinung nach gleich einen iMac 27″ holen, da sich der spätere Umstieg auf eine größere Version finanziell einfach nicht rechnet. Sollte jemand ein kleineres Budget besitzen, so ist Apples kleiner Kasten die richtig
Wahl.

Welches Grafiktablett sollte man sich kaufen?

Ein Grafiktablett ist eine feine Sache, aber braucht man wirklich als Webdesigner eins? Ich glaube nicht, denn obwohl ich viele themenbasierte Screendesigns gemacht habe, habe ich größtenteils meine Maus dafür benutzt. Aber als Illustrator für Logos, Maskottchen oder Conceptarts kann man heute ich kaum noch auf ein gescheites Grafiktablett verzichten.

Die Vielfalt auf dem Markt wächst dabei von Jahr zu Jahr und somit auch die Preisspanne. Aus eigener Erfahrung, habe ich bis jetzt jedoch noch kein Tablett gefunden, was an die Produkte von Wacom rankam. Es gibt einige günstigere Grafiktablett Alternativen, aber selbst die Güterwagen teureren Bamboo Tabletts konnten mich mehr überzeugen, als größere Produkte der Konkurrenz.

bamboo-funDas Bamboo Fun ist die wohl weit verbreitete Hardware im Hobbysektor und kann gerade für kleinere Arbeiten sicherlich seinen Zweck mehr als genügend erfüllen. Aber man sollte auch hier auf die Größe achten und wenigstens das mittlere Tablett für sich in Anspruch nehmen, um bequem auch über längere Zeiträume mit selbigen Arbeiten zu können. Mit einem Preis von 150,00 Euro ist es ausserdemauch zu Testzwecken recht erschwinglich.

intuosIch persönlich bin dann jedoch recht schnell auf die Intous Serie umgestiegen und kann selbige nur jedem empfehlen. Die Abtastrate ist gut und die ganze Bedienung ist ergonomisch optimiert. Meiner Meinung nach ist eine Größe ab DinA5 vorteilhaft, da das DinA6 durch die geringe Grösse und den damit verbundenen Handgelenkeinsatz recht schnell zu einer Sehnenscheidenentzündung führen kann. Der Preis von knapp 400,00 Euro macht die Intous Tabletts recht kostspielig und ist nur was für ernsthafte Vorhaben.

inkling-with-sketchbook-640x360Wer sich nicht ganz auf ein Talbett verlassen möchte, kann auch mit Wacom’s neustem Produkt auf analoge Art und Weise seine Zeichnungen aufbereiten. Denn das Inkling macht es möglich, mit einem Stift werden die Bewegungen auf dem Sketchbook getraced und später als Pixel- oder Vectorgrafik auf den eigenen Computer übertragen. Mit dem Preis von 170 Euro, kann es sich für eine technisch neue Alternative sicherlich sehen lassen.

Welche Software brauche ich?

Adobe-Photoshop-CS5In Punkto Software gibt es im Internet eine Menge Auswahl, von Gimp, über Artrage, etc. bis hin zu Photoshop gibt es für jeden Zweck das richtige Tool. Aber egal ob Webdesigner oder Illustrator, um Photoshop kommt man leider (ich betone hier leider, da der Preis schon ziemlich grenzwertig ist) nicht drum herum. Denn die vielen Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen werden früher oder später von jedem Grafiker benötigt. Wer noch studiert, kann von der Studenten-Edition gebrauch machen und so rund 600 Euro sparen. Alle anderen professionellen Grafiker müssen tief in die Tasche greifen um sich das Photoshop Creative Suite zuzulegen und so um die 900 Euro in die erzwungene Software investieren.